Warum wir doch unsterblich sind

Können wir auf ein Leben nach dem Tod hoffen? Eigentlich nicht, denn die Vernunft muss sagen, dass es ein Leben nach dem Tod nicht geben kann. Warum muss sie das sagen? Weil die Vernunft auf dem naturwissenschaftlichen Weltbild beruht und das besteht nur aus der materiellen Welt. Also nur aus Materie und Energie, eingebettet in der Bühne aus Raum und Zeit. Da gibt es für das Leben nach dem Tod keinen Platz. Allerdings setzt das voraus, dass das naturwissenschaftliche Weltbild vollständig ist, dass es also wirklich nur Materie und Energie gibt.

Ich bin Physiker. Aber ich gehöre keiner wissenschaftlichen Institution an. Nennen wir mich einen freiberuflichen Wissenschaftler. Das hat den Nachteil, dass ich nur sehr begrenzt mit Kollegen diskutieren kann. Aber es hat den Vorteil, dass ich keinen Ruf zu verlieren habe. Daher kann ich mich ziemlich weit aus dem Fenster lehnen.

Tatsächlich bin ich davon überzeugt, dass die materielle Welt nicht alles ist. Den stärksten Hinweis stellt unser Bewusstsein dar, das auch nicht ansatzweise erklärt werden kann. Aber es kommen auch Hinweise aus der Quantenphysik. Die habe ich mir genauer angeschaut und hieraus eine Ergänzung des materiellen Weltbildes erarbeitet. Neben der materiellen Welt gibt es auch noch eine Welt aus reiner Information, die ich die innere Welt nenne.

Ganz entscheidend ist, dass die materielle Welt und die innere Welt nicht voneinander isoliert sind. Sie sind vielmehr aufs Engste miteinander verbunden, denn es herrscht zwischen ihnen ein intensiver Informationsaustausch. Der in beide Richtungen geht. Dieser Informationsaustausch ist extrem wichtig für uns alle. Denn wie ich jetzt zeigen werde, bewirkt er sowohl unser Bewusstsein als auch unser Leben nach dem Tod.

Das hervorstechende Merkmal unseres Universums besteht darin, dass es äußerst kreativ ist, dass es also ständig Neues hervorbringt. Alles Neue im Universum entsteht zunächst in der materiellen Welt. Der Informationsaustausch sorgt dann dafür, dass es auch in der inneren Welt auftaucht. In der materiellen Welt ist alles Neue vergänglich, in der inneren Welt ist es unvergänglich.

Unser materieller Körper ist voller Aktivität, bringt auf der molekularen Ebene ständig Neues hervor. Das bewirkt über den Informationsaustausch mit der inneren Welt, dass jeder von uns neben seinem vergänglichen materiellen Körper auch noch einen unvergänglichen Körper in der inneren Welt besitzt. Wie sollen wir ihn nennen? Naheliegend ist der Ausdruck „geistiger Körper“. Weil er zwar von der Materie, d.h. unserem materiellen Körper, erzeugt wird, aber nicht an die Materie gebunden ist.

Irgendwann werden wir alle sterben. Mit unserem Tod hört dann die Aktivität unseres materiellen Körpers auf und er beginnt zu zerfallen. Wir haben aber nach wie vor unseren geistigen Körper. Was bedeutet das? Das hängt eng mit der Frage zusammen, wie unser Bewusstsein erzeugt wird. Bislang war das völlig unklar. Unser geistiger Körper liefert jetzt die Erklärung.

Tatsächlich kommen die Bausteine unseres Bewusstseins von unserem geistigen Körper. Also aus der inneren Welt. Der Informationsaustausch mit der materiellen Welt bewirkt, dass sie im Gehirn auftauchen und von ihm zusammengesetzt werden. Das löst das Rätsel unseres Bewusstseins. Denn es erklärt, warum unser Bewusstsein losgelöst vom Gehirn zu sein scheint. Es erklärt aber auch, warum man eine enge Korrelation zwischen den Inhalten unseres Bewusstseins und der Aktivität des Gehirns beobachtet.  

Dass die Bausteine unseres Bewusstseins kein Produkt unseres Gehirns sind, sondern aus der inneren Welt kommen, ist der Schlüssel zum Leben nach dem Tod. Denn die Bausteine unseres Bewusstseins überleben als Teil unseres geistigen Körpers unseren Tod. Allerdings werden sie nach dem Tod natürlich nicht mehr vom Gehirn zusammengesetzt. Das geschieht dann durch die innere Welt. Was bedeutet, dass unser Bewusstsein nach dem Tod ganz anders sein wird als unser jetziges Bewusstsein. Wie es sein wird, ist unklar, denn wir wissen einfach noch zu wenig über die innere Welt. Sicher ist allerdings, dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt. Wir werden also nach dem Tod mit allem, was das Universum bislang hervorgebracht hat, vereint sein.

Was ist davon zu halten? Natürlich stellt das keinen Beweis dafür dar, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Meine Botschaft besteht vielmehr darin, dass unser naturwissenschaftliches Weltbild so ergänzt werden kann, dass es doch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod macht. Dass diese Hoffnung also nicht nur von den Religionen und den Nahtoderfahrungen kommen muss, sondern auch von dem, was wir unsere Vernunft nennen. 

Mehr zu allem finden Sie hier auf dieser Website. Die Seite „Warum Gott existiert“ geht aber noch über das Leben nach dem Tod hinaus. Denn dort diskutiere ich den Sinn des Universums und den Sinn unseres Lebens. Für die Naturwissenschaften sind das Universum und unser Leben sinnlos, da sie unterstellen, dass alles aus reinem Zufall entstanden ist. Aber ist das plausibel? Insbesondere, wenn auch noch zusätzlich die innere Welt existiert, in der alles Neue, das die materielle Welt schafft, ewig weiterexistiert. Tatsächlich ist der Zufall wenig plausibel, viel plausibler ist die Absicht. 

Besonders ausführlich erläutere ich alles in meinem neuen Buch: „Das Quantengeheimnis – Die Wissenschaft entdeckt das Jenseits“. Hierzu gibt es auf dieser Website auch ein Interview mit mir. 

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Ein Gedanke zu „Warum wir doch unsterblich sind“

  1. Für meine Wahrnehmung kann der Geist als Ursprungsort der Bewusstheit seiner Ideen niemals ohne Materie sein, weil in unserer irdischen Dimension in diesem irdenen Universum der Geist seine Ideen als Leben nur durch Materie in die äußere Erscheinung sichtbar machen kann. Hier auf Erden können wir durch unsere erkennende Geist-Seele den inneren Sinn der Idee, d.h. der Intelligenz, wodurch die Materie in ihrer Dichte als Form und Substanz erscheint, empfinden, wahrnehmen und im Denken erkennen. Unsere empfindende und fühlende und erlebende und denkende Geist-Seele, die aus der geistigen Welt der Ideen stammt, kann hier das Innere der Materie als Sinn und Form erkennen, fühlen und erleben, weil Gleiches das Gleiche als Resonanz und Spiegel anzieht. Wenn die Geist-Seele sich aus der Materie löst, zerfällt das Leblose und wandelt sich zu neuer Energie um, damit es Neues aus der Intelligenz des Lebens aufnehmen kann. Die Geist-Seele ist Bewusstheit und ist sich ihrer Ideen bewusst. Was sie im Kleid der Materie geäußert und erfahren hat, nimmt sie im sogenannten Tod mit ins geistige Universum und bereichert die Matrix im Universum.
    Enikö Helena

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