Warum wir ein Leben nach dem Tod haben

Ich habe auf dieser Website ausführlich erläutert, dass die Quantenphysik zeigt, dass es eine Welt jenseits von Raum und Materie gibt, die mit der materiellen Welt aufs Engste verbunden ist. Diese innere Welt sorgt für unser Bewusstsein. Kann sie auch für ein neues Leben nach dem Tod sorgen? Das ist die Frage, die ich hier auf dieser Seite beantworten werde.

Alles in der inneren Welt ist unvergänglich. Wenn es von jedem von uns „etwas“ in ihr gäbe, dann würde das unseren Tod überdauern. Schauen wir uns hierzu die innere Welt näher an.

Jede Bildung eines Atoms oder Moleküls erzeugt ein neues Abbild in der inneren Welt. Alle Lebewesen zeichnen sich durch höchste Aktivität in Form von chemischen Reaktionen aus. Das bedeutet die Bildung von Molekülen und damit auch von Abbildern in riesiger Menge. Schon ein Bakterium sammelt aufgrund seiner immensen Aktivität eine unermessliche Zahl von Abbildern in der inneren Welt an. Wir Menschen noch ungleich mehr. Es beginnt mit der Befruchtung der Eizelle und endet mit den letzten reagierenden Molekülen kurz nach dem Tod. Unser ganzes Leben besteht aus der massenhaften Bildung von Molekülen und der damit verbundenen Erzeugung von neuen Abbildern. Unser ganzes Leben ist daher in der inneren Welt abgebildet.

Die kleineren Moleküle im menschlichen Körper gibt es genauso bei allen Lebewesen. Etwas größere teilen wir mit den Säugetieren, noch größere sind spezifisch für alle Menschen. Ab einer gewissen Größe werden die Moleküle individuell. Das heißt, man findet sie nur bei einem einzigen Menschen und sonst nirgends in der materiellen Welt. Entsprechend sind auch die bei ihrer Bildung erzeugten Abbilder individuell. Nennen wir die Gesamtheit der individuellen Abbilder eines Menschen seinen inneren Körper. Jeder von uns hat also neben seinem vergänglichen materiellen Körper einen unvergänglichen Körper in der inneren Welt besitzt. Er ist unser „Ich“, denn er enthält alle individuelle Information über uns. Aus dem gesamten irdischen Leben. Von der Befruchtung der Eizelle bis zum Tod.

Unser Bewusstsein ist ein „Ich“-Bewusstsein. Denn es zeigt mir, dass „Ich“ existiere. Der Grund ist klar. Denn in unserem Bewusstsein dominieren die im Gehirn auftauchenden individuellen Abbilder aus dem inneren Körper, der ja wie erläutert das „Ich“ darstellt. Das bewirkt unser „Ich“- Bewusstsein.

Während des irdischen Lebens liefert der innere Körper nicht nur die Abbilder für das Bewusstsein. Er liefert alle seine Abbilder, aus denen er besteht, an den gesamten materiellen Körper. Das bewirkt, dass das „Ich“ während des irdischen Lebens an den materiellen Körper gebunden ist. Das ändert sich radikal mit dem Tod, denn dann hört die Aktivität des materiellen Körpers auf. Was dazu führt, dass der innere Körper dann keine Abbilder mehr an ihn liefert. Dadurch verschwindet mit dem Tod der innere Körper und damit auch das „Ich“ aus dem materiellen Körper und befindet sich dann vollständig in der inneren Welt. Bedeutet das ein neues Leben nach dem Tod? Dafür ist erstens zu klären, ob der innere Körper nach dem Tod zu einem neuen Bewusstsein führt. Und zweitens, ob es mit einem Erleben verbunden ist. Denn unter einem neuen Leben verstehen wir immer ein Leben mit einem Erleben.

Die innere Welt ist reines Bewusstsein. Denn unser jetziges Bewusstsein kommt ja aus der inneren Welt. Daher haben wir nach dem Tod ein neues Bewusstsein, das ist das Bewusstsein der inneren Welt. Aber gibt es auch ein Erleben?

Wie kommt es zum Erleben im jetzigen Leben? Das macht das Gehirn, indem es das Bewusstsein ständig verändert. Es ist diese Veränderung, die das Erleben bewirkt. Auch die innere Welt wird ständig verändert, daher gibt es in ihr ebenfalls ein Erleben. Was verändert die innere Welt? Es ist die materielle Welt, indem sie in unermesslicher Zahl neue Abbilder an sie schickt. Sie sind es, die die innere Welt erlebt.

Wie hier auf dieser Website erläutert, gibt es in ihr keine Trennung. Unser innerer Körper ist nach unserem Tod dort mit allem anderen verbunden. Daher erleben wir nach dem Tod genau das, was die innere Welt erlebt. Wir erleben alle neuen Abbilder, die in ihr auftauchen.

Das bedeutet, dass wir nach unserem Tod alles erleben werden, was in der materiellen Welt passiert. Aber auf eine ganz andere Art und Weise, als wir jetzt die materielle Welt erleben. Jetzt wird unser gesamtes Erleben vom Gehirn geliefert. Es stellt eine Konstruktion unseres Gehirns dar. Wobei, ich will das nochmals betonen, die Bausteine für das Konstruieren aus der inneren Welt kommen. Nach dem Tod wird unser Erleben von der inneren Welt konstruiert. Zwar ist unser „Ich“ nach dem Tod noch vorhanden, es ist aber nicht mehr so wie im jetzigen Leben isoliert. Daher gibt es nach dem Tod kein individuelles Erleben mehr. Alle erleben das Gleiche. Jetzt erleben wir einen extrem winzigen Teil der materiellen Welt. Im neuen Leben erleben wir die gesamte materielle Welt. Was das bedeutet, können wir uns nicht vorstellen.

4 Gedanken zu „Warum wir ein Leben nach dem Tod haben“

  1. Hallo,
    dieses Thema beschäftigt mich schon sehr viele Jahre und ich lege mich auch nie mit einer Theorie oder Religion fest. Nach meiner Meinung ist die innere Welt gewissermaßen geschützt, ich sage immer „Schutzplatte“, die bei einem dichter ist und bei anderen durchlässiger. Meine Vermutung ist, dass die innere Welt sich zur Aufgabe gestellt hat immer zu lernen und sich alles herbeizuholen um soviel wie möglich zu speichern und dabei zu lernen. Bildlich: das Gefäß ist leer und wird gefüllt. Optimal mit positiven Lernprozessen und Erfahrungen. Und ich denke schon, dass diese Erfahrungen, Erlebnisse etc. mit in den nächsten materiellen Körper gepackt werden können, was natürlich einen weiteren Lernprozess ankurbelt. Die materiellen Körper mit durchlässiger Schutzplatte können die innere Welt spüren. Dieser Prozess kann aber auch sehr irritierend sein.
    Schon vor 30 Jahren, heute 53, habe ich gewusst, dass ich über dieses Thema einen verständlichen Roman schreiben werde. Einen Roman deswegen, um viele Menschen, u.a. mit dichter Schutzplatte, zu erreichen. Es werden verschiedene Geschichten entstehen die sich immer wieder verbinden.
    Vielen Dank für Ihre Seite und den Anreiz weiter dran zu bleiben. Ich arbeite seit Jahren in einem wissenschaftlichen Umfeld, obwohl ich kein Wissenschaftler bin, und ich finde es erfreulich einen Wissenschaftler anzutreffen, der sich mit so einem Thema auseinandersetzt.

    Herzlichen Gruß
    Konstanze Westphal

  2. Werter Herr Schuster,
    nur sehr weniger Wissenschaftler sind in der Lage, die Ergebnisse ihrer Forschung mit einem Blick auf das ‚Ganze‘ einzuordnen. Und die es können fürchten den Begriff ‚Gott‘ oder ‚Allgeist‘ oder ‚Schöpfer‘ überhaupt auszusprechen. – Heisenberg, Planck und andere große Physiker ihrer Generation hatten damit kein Problem. Gespräche zwischen Wissenschaftlern und Theologen – über die „Schnittmengen“ ihrer ‚Arbeitsergebnisse’ – finden nicht statt. Die Wissenschaft scheut die Religion und umgekehrt. Das ist unverständlich, denn zur Aussage in der Bibel „Gott ist Geist“ hat die Quantenphysik erkannt: „Der kleinste Teil der Materie ist keine Materie. Die Grundlage der Welt ist nicht materiell sondern geistig.“ Und zur Aussage in der Bibel „ein Tag vor dem HERRN ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“ passt die Erkenntnis der Physik, dass in der Welt der Quanten die Gesetze von „Zeit & Raum“ keine Gültigkeit haben.
    Allein diese zwei vorgenannten Gegenüberstellungen von Aussagen der Bibel und der Wissenschaft bieten das Potenzial für eine lange Zeit des (Nach)Denkens! Wir leben heute in der Zeit der ‚Spezialisten‘, die nicht ganz unbegründet auch als Fachidioten bezeichnet werden. Die Folgen dieser „Vorherrschaft“ sind unverkennbar und bei wesentlich weniger komplexen Überlegungen – als Ihren hier veröffentlichten Gedanken – erkennbar; ob Klima-Diskussion oder „simple“ Großbau-Projekte: die Menschheit zeigt sich mehrheitlich unfähig, umfassend zu denken.
    Mit den neuen Erkenntnissen der Physik fügen sich Glaube und Wissen auf „wundersame Weise“ perfekt zusammen. Das Bild des „Puzzles unserer Existenz“ wird erkennbarer; Spekulationen und Hoffnungen werden Gewissheit. Viele „ewige“ Fragen der Theologie und der Wissenschaft finden Antworten. – Das ist auch erforderlich, denn weder die Geisteswissenschaft noch die Naturwissenschaft allein kann erklären, was Leben ist.
    Dieser Blick auf das Ganze, auf unser aktuelles Wissen über die materielle Welt und unseren Glauben an die Geistwelt, die wissenschaftlich erkannt ‚real’ ist, impliziert: Wir brauchen eine grundlegende Reformation unseres Denkens und Verstehens und in der Folge eine „märchenfreie“ Religion. – Das erfordert mutige und kluge Christen mit wissenschaftlicher Prägung, die bereit sind, unabhängig von Kirchenpolitik und deren Nutznießer, auf der Basis unseres heutigen Wissens und der alten Schriften (in bestmöglicher Übersetzung) ein aktuelles Bild unseres Daseins zu beschreiben. Nur dann – so denke ich – besteht die Hoffnung auf einen wirklichen Paradigmenwechsel in der „Schul-Wissenschaft“.
    Ihre Homepage bzw. die hier von Ihnen veröffentlichen Ausführungen bieten die Chance, dass diese „neue Aufklärung“ Früchte trägt und sich die Zahl der Optimisten vergrößert, die auf den geistigen Fortschritt des Homo sapiens sapiens hofft.
    Beste Grüße
    Wolfgang Ramsteck

  3. Hallo Herr Schuster.
    Ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit dem Tod, da meine Mutter vor kurzen an Krebs verstoben ist. Zufällig bin ich auf Ihre Seite gestoßen und habe mit großem Intresse gelesen. Ich habe absolut keine Ahnung von Physik und Biologie. Jedoch konnte ich mehr verstehen wie ich dachte. Die Formulierung ist Ihnen sehr gelungen. Jedoch Frage ich mich wie weit ich Ihren Aussagen glauben kann. Das Internet ist voll mit Theorien und derer Kritik, was einen das recherchieren schwer macht… Ich konnte etwas Kraft durch ihre Aussagen schöpfen und möchte mich dafür vielmals bei Ihnen bedanken. Ich hoffe das ihre Theorie zum Bewusstsein richtig ist und anerkannt wird.

  4. Vielen Dank für diese wunderbar informative Seite und Dank auch für obige Kommentare.
    Es ist ein Segen Antworten auf existenzielle Fragen zu finden, die dringlichste davon, Leben zwischen Geburt und Tod und darüber hinaus, zu finden. Lösungen die man nachvollziehen kann, die man nicht glauben muss (ich kann nichts glauben wenn es mir nicht plausibel wird), also wissenschaftlich dargelegt werden so weit es nur geht.
    Mich erstaunt es wie wenig Menschen es in meinem Umfeld gibt, die sich überhaupt nicht für ihre Existenz interessieren. Nicht einmal dann, wenn ein einschneidendes Ereignis sie trifft.
    Nun ja, alles ist Bewusstsein und überall mehr oder weniger vorhanden in dem Grade wie es angezapft wird. Ich wünsche mir, dass sich immer mehr und mehr Menschen für dieses existenzielle Thema interessieren, damit wir in der Gesamtheit einen Sprung in eine andere Dimension machen.
    Mit besten Grüßen
    Susanne Chrost

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