Warum wir ein Leben nach dem Tod haben

Es gibt im Leben viele Unsicherheiten. Aber eines ist absolut sicher: Irgendwann werden wir alle sterben. Das kann durch eine Krankheit sein, das kann durch einen Unfall sein. Der Tod ist unausweichlich. Im Zusammenhang mit dem Tod haben wir gegenüber den Tieren einen großen Nachteil. Wir wissen nämlich, dass wir sterben müssen. Das macht den meisten Menschen Angst, und zwar aus zweierlei Gründen: Da ist zum einen die Angst vor der letzten schweren, mit vielen Schmerzen verbundenen Krankheit. Da ist aber auch die Angst vor dem, was danach kommt. Bedeutet der Tod das endgültige Ende oder geht es danach weiter? Und wenn es weitergeht, ist das dann eher angenehm oder eher unangenehm?

Ich habe hier auf dieser Website ausführlich erläutert, dass die Quantenphysik zeigt, dass es eine Welt jenseits von Raum und Materie gibt. Diese innere Welt sorgt für unser Bewusstsein. Kann sie auch für ein neues Leben nach dem Tod sorgen? Das ist die Frage, die ich auf dieser Seite beantworten werde. Wie Sie sehen werden, lautet die Antwort: Ja, die innere Welt sorgt für ein neues Leben nach dem Tod.

Alles in der inneren Welt ist unvergänglich. Wenn es also von jedem von uns „etwas“ in der inneren Welt gäbe, dann würde das unseren Tod überdauern. Tatsächlich ist das der Fall, es gibt von jedem von uns „etwas“ in der inneren Welt. Schauen wir uns hierzu die innere Welt näher an. Sie enthält die individuellen und unvergänglichen Abbilder aus reiner Information aller Atome und Moleküle, die sich in der materiellen Welt neu gebildet haben. Daher gibt es auch von jedem von uns Abbilder in der inneren Welt. Nämlich die Abbilder aller Moleküle, die sich während unseres irdischen Lebens in unserem materiellen Körper neu gebildet haben. Die Neubildung eines Moleküls in unserem materiellen Körper ist nichts Besonderes. Vielmehr werden in ihm ständig Moleküle in gigantischer Zahl neu gebildet. Jede Aktivität, auch die kleinste Kleinigkeit, ist mit der Neubildung von Molekülen verbunden. Daher hat jeder von uns eine unermessliche Zahl von Abbildern in der inneren Welt. Nennen wir die Gesamtheit dieser Abbilder unseren inneren Körper. Er überdauert unseren Tod, denn er ist unvergänglich.

Das alleine bedeutet natürlich noch nicht ein neues Leben nach dem Tod. Dafür sind noch zwei Dinge zu klären. Erstens, ob unser innerer Körper irgendwas mit unserem jetzigen „Ich“ zu tun hat. Denn es soll ja nicht irgendein neues Leben sein, vielmehr will ja „Ich“ ein neues Leben haben. Und zweitens, ob unser innerer Körper nach unserem Tod zu einem neuen Bewusstsein führt, das auch mit einem Erleben verbunden ist. Denn unter einem neuen Leben verstehen wir ja immer ein Leben mit einem Erleben.

Zunächst zum „Ich“. Es ist aufs Engste mit unserem Bewusstsein verbunden, denn es stellt seine Grundlage dar. Um dem „Ich“ auf die Spur zu kommen, müssen wir uns also fragen, wie unser Bewusstsein erzeugt wird. Das erkläre ich ausführlich hier auf dieser Website. Trotzdem jetzt eine kurze Zusammenfassung: Im Mittelpunkt stehen die Abbilder. Jede Neubildung eines Atoms oder Moleküls führt nicht nur zu einem neuen Abbild in der inneren Welt, es tauchen auch alle bereits in der inneren Welt vorhandenen und passenden Abbilder am Ort des sich neu bildenden Atoms oder Moleküls auf und erzeugen seine Superpositionszustände. Was seine Stabilität bewirkt und auch Bewusstsein erzeugt.

In unserem gesamten materiellen Körper werden ständig Moleküle in riesigen Mengen neu gebildet. Es sind also die dabei auftauchenden Abbilder, die unser Bewusstsein erzeugen. Wobei das im Gehirn erzeugte Bewusstsein dominiert. Denn das Gehirn hat ein Alleinstellungsmerkmal, weil es die in ihm auftauchenden Abbilder verstärkt und strukturiert.

Jetzt eine extrem wichtige Feststellung: Die in unserem materiellen Körper auftauchenden Abbilder werden von unserem inneren Körper geliefert. Warum ist das so? Weil es sich bei den in unserem materiellen Körper sich neu bildenden Molekülen um riesige Moleküle handelt. Die sind einmalig in der materiellen Welt. Und die bei jeder Neubildung auftauchenden Abbilder müssen, ich betone das nochmal, passend sein. Aufgrund der Einmaligkeit der riesigen Moleküle passen aber nur die von unserem materiellen Körper selbst erzeugten Abbilder. Und das sind genau die Abbilder, aus denen unser innerer Körper besteht. Daher stellt er die Grundlage für unser Bewusstsein dar. Genau wie das „Ich“. Daher wird unser „Ich“ von unserem inneren Körper gebildet.

Weil unser innerer Körper alle Abbilder an unseren materiellen Körper liefert, ist er während unseres irdischen Lebens an unseren materiellen Körper gebunden. Damit ist auch unser „Ich“ an unseren materiellen Körper gebunden. Da die Aktivität unseres materiellen Körpers mit dem Tod aufhört, liefert unser innerer Körper dann auch keine Abbilder mehr an ihn. Dadurch verschwindet mit dem Tod unser innerer Körper und damit auch unser „Ich“ aus unserem materiellen Körper und befindet sich dann voll und ganz in der inneren Welt. Bedeutet das ein neues Leben nach dem Tod?

Das hängt davon ab, ob man die innere Welt als reines Bewusstsein betrachten kann, das mit einem Erleben verbunden ist. Tatsächlich kann man die innere Welt als reines Bewusstsein betrachten, denn unser jetziges Bewusstsein kommt ja aus der inneren Welt. Nach unserem Tod gehört unser innerer Körper und damit unser „Ich“ dem Bewusstsein der inneren Welt an. Aber gibt es in ihr auch ein Erleben?

Wie kommt es zum Erleben in unserem jetzigen Leben? Das macht unser Gehirn, indem es unser Bewusstsein ständig verändert. Es ist diese Veränderung, die unser Erleben bewirkt. Auch die innere Welt wird ständig verändert, daher gibt es auch in der inneren Welt ein Erleben. Was verändert die innere Welt? Es ist die materielle Welt, indem sie in riesiger Zahl neue Abbilder an die innere Welt schickt. Es sind die neuen Abbilder, die die innere Welt erlebt.

In der inneren Welt gibt es keine Trennung. Unser innerer Körper ist nach unserem Tod dort mit allem anderen verbunden. Das liegt daran, dass alle Materie aus identischen Bausteinen, beispielsweise identischen Elektronen, besteht. Daher basieren alle Abbilder in der inneren Welt auf identischer Information, was alle Abbilder miteinander verbindet. Was natürlich auch jeden inneren Körper mit allem anderen in der inneren Welt verbindet. Da es in der inneren Welt also keine Trennung gibt, erleben wir nach unserem Tod genau das, was die innere Welt erlebt. Wir erleben daher alle neuen Abbilder, die in der inneren Welt auftauchen.

Das bedeutet, dass wir nach unserem Tod alles erleben werden, was in der materiellen Welt passiert. Aber auf eine ganz andere Art und Weise, als wir jetzt die materielle Welt erleben. Jetzt wird unser gesamtes Erleben vom Gehirn geliefert. Es stellt eine Konstruktion unseres Gehirns dar. Wobei, ich will das nochmals betonen, die Bausteine für das Konstruieren aus der inneren Welt kommen. Nach unserem Tod wird unser Erleben von der inneren Welt konstruiert. Zwar ist unser „Ich“ auch nach unserem Tod noch vorhanden, es ist aber nicht mehr so wie im jetzigen Leben isoliert. Daher gibt es nach dem Tod kein individuelles Erleben mehr. Alle erleben das Gleiche. Jetzt erleben wir einen extrem winzigen Teil der materiellen Welt. Im neuen Leben erleben wir die gesamte materielle Welt. Wobei die Zeit verschwinden wird. Was wir jetzt erleben, ist an die Zeit gebunden, wir erleben es nacheinander. Das neue Leben ist losgelöst von der Zeit. Man kann es so formulieren: Wir erleben dann unendlich viel und alles gleichzeitig. Vorstellen können wir uns das nicht.

3 Gedanken zu „Warum wir ein Leben nach dem Tod haben“

  1. Hallo,
    dieses Thema beschäftigt mich schon sehr viele Jahre und ich lege mich auch nie mit einer Theorie oder Religion fest. Nach meiner Meinung ist die innere Welt gewissermaßen geschützt, ich sage immer „Schutzplatte“, die bei einem dichter ist und bei anderen durchlässiger. Meine Vermutung ist, dass die innere Welt sich zur Aufgabe gestellt hat immer zu lernen und sich alles herbeizuholen um soviel wie möglich zu speichern und dabei zu lernen. Bildlich: das Gefäß ist leer und wird gefüllt. Optimal mit positiven Lernprozessen und Erfahrungen. Und ich denke schon, dass diese Erfahrungen, Erlebnisse etc. mit in den nächsten materiellen Körper gepackt werden können, was natürlich einen weiteren Lernprozess ankurbelt. Die materiellen Körper mit durchlässiger Schutzplatte können die innere Welt spüren. Dieser Prozess kann aber auch sehr irritierend sein.
    Schon vor 30 Jahren, heute 53, habe ich gewusst, dass ich über dieses Thema einen verständlichen Roman schreiben werde. Einen Roman deswegen, um viele Menschen, u.a. mit dichter Schutzplatte, zu erreichen. Es werden verschiedene Geschichten entstehen die sich immer wieder verbinden.
    Vielen Dank für Ihre Seite und den Anreiz weiter dran zu bleiben. Ich arbeite seit Jahren in einem wissenschaftlichen Umfeld, obwohl ich kein Wissenschaftler bin, und ich finde es erfreulich einen Wissenschaftler anzutreffen, der sich mit so einem Thema auseinandersetzt.

    Herzlichen Gruß
    Konstanze Westphal

  2. Werter Herr Schuster,
    nur sehr weniger Wissenschaftler sind in der Lage, die Ergebnisse ihrer Forschung mit einem Blick auf das ‚Ganze‘ einzuordnen. Und die es können fürchten den Begriff ‚Gott‘ oder ‚Allgeist‘ oder ‚Schöpfer‘ überhaupt auszusprechen. – Heisenberg, Planck und andere große Physiker ihrer Generation hatten damit kein Problem. Gespräche zwischen Wissenschaftlern und Theologen – über die „Schnittmengen“ ihrer ‚Arbeitsergebnisse’ – finden nicht statt. Die Wissenschaft scheut die Religion und umgekehrt. Das ist unverständlich, denn zur Aussage in der Bibel „Gott ist Geist“ hat die Quantenphysik erkannt: „Der kleinste Teil der Materie ist keine Materie. Die Grundlage der Welt ist nicht materiell sondern geistig.“ Und zur Aussage in der Bibel „ein Tag vor dem HERRN ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“ passt die Erkenntnis der Physik, dass in der Welt der Quanten die Gesetze von „Zeit & Raum“ keine Gültigkeit haben.
    Allein diese zwei vorgenannten Gegenüberstellungen von Aussagen der Bibel und der Wissenschaft bieten das Potenzial für eine lange Zeit des (Nach)Denkens! Wir leben heute in der Zeit der ‚Spezialisten‘, die nicht ganz unbegründet auch als Fachidioten bezeichnet werden. Die Folgen dieser „Vorherrschaft“ sind unverkennbar und bei wesentlich weniger komplexen Überlegungen – als Ihren hier veröffentlichten Gedanken – erkennbar; ob Klima-Diskussion oder „simple“ Großbau-Projekte: die Menschheit zeigt sich mehrheitlich unfähig, umfassend zu denken.
    Mit den neuen Erkenntnissen der Physik fügen sich Glaube und Wissen auf „wundersame Weise“ perfekt zusammen. Das Bild des „Puzzles unserer Existenz“ wird erkennbarer; Spekulationen und Hoffnungen werden Gewissheit. Viele „ewige“ Fragen der Theologie und der Wissenschaft finden Antworten. – Das ist auch erforderlich, denn weder die Geisteswissenschaft noch die Naturwissenschaft allein kann erklären, was Leben ist.
    Dieser Blick auf das Ganze, auf unser aktuelles Wissen über die materielle Welt und unseren Glauben an die Geistwelt, die wissenschaftlich erkannt ‚real’ ist, impliziert: Wir brauchen eine grundlegende Reformation unseres Denkens und Verstehens und in der Folge eine „märchenfreie“ Religion. – Das erfordert mutige und kluge Christen mit wissenschaftlicher Prägung, die bereit sind, unabhängig von Kirchenpolitik und deren Nutznießer, auf der Basis unseres heutigen Wissens und der alten Schriften (in bestmöglicher Übersetzung) ein aktuelles Bild unseres Daseins zu beschreiben. Nur dann – so denke ich – besteht die Hoffnung auf einen wirklichen Paradigmenwechsel in der „Schul-Wissenschaft“.
    Ihre Homepage bzw. die hier von Ihnen veröffentlichen Ausführungen bieten die Chance, dass diese „neue Aufklärung“ Früchte trägt und sich die Zahl der Optimisten vergrößert, die auf den geistigen Fortschritt des Homo sapiens sapiens hofft.
    Beste Grüße
    Wolfgang Ramsteck

  3. Hallo Herr Schuster.
    Ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit dem Tod, da meine Mutter vor kurzen an Krebs verstoben ist. Zufällig bin ich auf Ihre Seite gestoßen und habe mit großem Intresse gelesen. Ich habe absolut keine Ahnung von Physik und Biologie. Jedoch konnte ich mehr verstehen wie ich dachte. Die Formulierung ist Ihnen sehr gelungen. Jedoch Frage ich mich wie weit ich Ihren Aussagen glauben kann. Das Internet ist voll mit Theorien und derer Kritik, was einen das recherchieren schwer macht… Ich konnte etwas Kraft durch ihre Aussagen schöpfen und möchte mich dafür vielmals bei Ihnen bedanken. Ich hoffe das ihre Theorie zum Bewusstsein richtig ist und anerkannt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.