Wie sieht das neue Leben nach dem Tod aus?

Wie auf der Seite „Warum wir ein Leben nach dem Tod haben“ erläutert, folgt aus der Quantenphysik, dass jeder von uns seinen inneren Körper in der inneren Welt hat. Der innere Körper ist das „Ich“ jedes Menschen (man könnte auch Seele sagen). Unser innerer Körper, das heißt also unser „Ich“, überlebt unseren Tod. Und wird nach unserem Tod dem Bewusstsein der inneren Welt, dem inneren Bewusstsein, angehören. Jetzt werden Sie zu Recht fragen, warum unser innerer Körper erst nach unserem Tod dem inneren Bewusstsein angehört. Warum merken wir jetzt noch nichts vom inneren Bewusstsein? Das liegt daran, dass unser gesamter innerer Körper während unseres irdischen Lebens ständig in unserem materiellen Körper auftaucht. Weil unser materieller Körper während unseres irdischen Lebens extrem aktiv ist. Das verhindert das innere Bewusstsein und bewirkt, dass unser „Ich“ aufs Engste an unseren materiellen Körper gebunden ist. Was sich mit unserem Tod radikal ändert. Denn dann hört die Körperaktivität auf. Dadurch steht unser innerer Körper nach unserem Tod voll und ganz der inneren Welt zur Verfügung. Dann wird unser „Ich“ voll und ganz dem inneren Bewusstsein angehören. Mit dem Tod verschwindet daher zwar unser jetziges Bewusstsein. Aber es geht weiter, in der inneren Welt mit dem inneren Bewusstsein.

In der inneren Welt gibt es keine Trennung. Sie stellt, den Begriff kennen Sie aus der Einführung in die Quantenphysik, einen Superpositionszustand dar. In der inneren Welt gilt daher ausschließlich das Prinzip des „sowohl als auch“. Die innere Welt ist also beispielsweise sowohl eines der Abbilder der Wasserstoffatome als auch der innere Körper von Marylin Monroe. In der inneren Welt ist daher zwar „alles eins“, aber das bedeutet nicht, dass das Einzelne verschwunden ist. Das Prinzip „sowohl als auch“ gewährleistet, dass alles Einzelne noch vorhanden ist. Daher ist auch jeder innere Körper, also jedes „Ich“, zwar eins mit allem anderen, aber er ist trotzdem noch für sich vorhanden.

Die innere Welt, ich betone das noch einmal, ist reines Bewusstsein. Ich habe bereits weiter oben gesagt, dass nach unserem Tod unser „Ich“ dem inneren Bewusstsein angehört. Wie aber sieht das aus? Unser jetziges Bewusstsein stellt das dar, was wir erleben. Das wird dominiert von dem, was unser Gehirn aus der aus der inneren Welt kommenden Information macht. Was nun ist das innere Bewusstsein für ein Erleben? Wie also sieht unser Erleben nach unserem Tod aus?

Betrachten wir dazu das Grundprinzip des Bewusstseins in der materiellen Welt anhand eines sich neu bildendes Wasserstoffatoms. Es „erlebt“ die auftauchenden Abbilder aus der inneren Welt, weil es von ihnen verändert wird. Es erlebt also die Ursache für seine Veränderung. Das innere Bewusstsein gehorcht dem gleichen Grundprinzip. Die innere Welt wird ständig massiv verändert. Denn überall in der materiellen Welt kommt es zu Neubildungen von Atomen und Molekülen und damit zu neuen Abbildern in der inneren Welt. Die natürlich die innere Welt verändern. Es sind also die neuen Abbilder, die die Ursache für die Veränderung der inneren Welt darstellen und die daher von der inneren Welt erlebt werden. Ich will es noch schärfer formulieren: Nur die neuen Abbilder sorgen dafür, dass es in der inneren Welt Veränderung und damit ein Erleben gibt. Ohne die Abbilder wäre die innere Welt völlig statisch. Sie wäre zwar reines Bewusstsein, aber das wäre dann ein Bewusstsein ohne jedes Erleben.

Ich darf nochmals daran erinnern, dass für die innere Welt das „sowohl als auch-Prinzip“ gilt. Das führt dazu, dass sowohl jedes der Abbilder der Wasserstoffatome alle neuen Abbilder erlebt, als auch das „Ich“ von Albert Einstein, als auch das „Ich“ von Julius Cäsar, als auch mein „Ich“ und Ihr „Ich“ nach unserem Tod. Auch wir werden dann alle neuen Abbilder erleben.

Das ist die Beschreibung unseres neuen Lebens nach dem Tod aus physikalischer Sicht. Die Sie vermutlich nicht wirklich zufriedenstellen wird. Denn Sie wollen sicherlich wissen, was das in der „Praxis“ bedeutet. Hierzu jetzt ein paar vorsichtige Anmerkungen.

Werden wir unsere verstorbenen Partner, Verwandten und Bekannten wiedertreffen? Sicher ist, dass es sie auch in der inneren Welt gibt. Und dass sie alle dort genau das erleben, was wir auch erleben. Sicher ist aber auch, dass es kein Treffen wie hier und jetzt im irdischen Leben geben wird. Man steht ihnen also nicht gegenüber und kommuniziert mit ihnen. Das ist unmöglich, da es ja in der inneren Welt keine Trennung gibt. Wir werden also zwar im neuen Leben alle Verstorbenen „treffen“. Unklar ist allerdings, wie dieses „Treffen“ aussieht. Wobei die Nahtoderfahrungen möglicherweise einen Hinweis liefern.

Können die Verstorbenen sehen und hören, was hier auf der Erde passiert? Tatsächlich stellt das innere Bewusstsein den Blick in die materielle Welt dar. Es wird nämlich alles erlebt, was an Neuem in der materiellen Welt passiert. In Form der aus der materiellen Welt kommenden neuen Abbilder. Daher kann man schon sagen, dass die Verstorbenen alles sehen und hören, was hier auf der Erde passiert. Denn das ist ein Teil von dem, was sie erleben. Natürlich ist dieses Sehen und Hören in der inneren Welt ein ganz Anderes als hier auf der Erde. Wie das genau aussieht, das können wir uns nicht vorstellen.

Gibt es im neuen Leben Erinnerungen an das irdische Leben? Dazu zunächst zur Frage, wie es im irdischen Leben zu den Erinnerungen kommt. Es gibt immer dann Erinnerungen, wenn zumindest ein Teil des gleichen Bewusstseins-Netzwerks wie beim Originalerlebnis wieder im Gehirn aktiv ist. In der Regel ist das allerdings nur ein kleiner Teil, deshalb sind Erinnerungen viel weniger detailreich als das Originalerlebnis. Wenn ein kleiner Teil des gleichen Bewusstseins-Netzwerks wie beim Originalerlebnis wieder aktiv ist, dann bedeutet das auch, dass ein kleiner Teil der gleichen Information aus der inneren Welt wie beim Originalerlebnis auftaucht. Daher tauchen die Erinnerungen in unserem Bewusstsein auf. Wobei die Strukturierung der Erinnerungen vom Gehirn kommt. Also gibt es ohne Gehirn eigentlich keine Erinnerungen. Also sollten wir im neuen Leben eigentlich keine Erinnerungen an das irdische Leben haben. Wobei die Betonung auf „eigentlich“ liegt. Denn es ist viel zu wenig über die innere Welt bekannt. Insbesondere zu deren Organisation. Daher kann es schon sein, dass es die Erinnerungen auch in der inneren Welt gibt und dass sie zum inneren Körper jedes Menschen gehören. Und zwar für alle Zeiten, denn falls es die Erinnerungen in der inneren Welt tatsächlich gibt, dann sind sie unvergänglich und ständig präsent. Ein Verdrängen ist unmöglich. Sollte es in der inneren Welt dazu noch eine Bewertung der Erinnerungen geben, dann wäre das natürlich ein für manche Menschen sehr ungünstiger Aspekt des neuen Lebens.

Ist das neue Leben in der inneren Welt das ewige Leben? Tatsächlich ist die innere Welt ja abhängig von der materiellen Welt, sie führt kein unabhängiges Dasein. Das gilt insbesondere auch für das mit dem inneren Bewusstsein verbundene Erleben. Das gibt es nur solange, wie die materielle Welt neue Abbilder an die innere Welt liefert. Würde also jetzt die Aktivität in der materiellen Welt abrupt aufhören, dann würde auch sofort das Erleben aus der inneren Welt verschwinden. Und mit dem Erleben verschwände auch das neue Leben für alle Verstorbenen. Es gäbe dann zwar nach wie vor noch alle inneren Körper. Es gäbe nach wie vor noch das innere Bewusstsein. Aber es wäre völlig statisch, es wäre dann damit kein Erleben mehr verbunden. Und ohne Erleben könnte man nicht mehr von einem neuen Leben in der inneren Welt sprechen. In den nächsten Milliarden Jahren wird die Aktivität in der materiellen Welt allerdings nicht aufhören. Daher wird es in den nächsten Milliarden Jahren auch ein Erleben in der inneren Welt geben. Aber es geht um die Frage nach dem ewigen Leben in der inneren Welt.

Tatsächlich wird irgendwann jede Aktivität im Universum verschwinden. Denn irgendwann werden alle Sterne ausgebrannt sein und damit alle Energiequellen verschwunden sein. Dann werden von der materiellen Welt keine neuen Abbilder mehr an die innere Welt geliefert und damit verschwindet auch das Erleben in der inneren Welt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr hoch, dass das nicht das Ende der materiellen Welt sein wird. Dafür gibt es einige Szenarien. Beispielsweise das zyklische Universum oder das Multiversum mit sich unaufhörlich neu bildenden Universen. Diese Szenarien bedeuten, dass das Erleben in der inneren Welt keine Grenze hat. Daher werden wir alle das ewige Leben haben. Was aber heißt „ewig“? Wird uns dann nicht langweilig werden? Dazu müssen wir uns die Zeit in der inneren Welt etwas genauer anschauen.

Die innere Welt selbst ist zwar zeitlos, sie ist aber über den Informationsaustausch an die Zeit der materiellen Welt angebunden. Das hat Konsequenzen. Denn es bedeutet, dass die erlebte Zeit im neuen Leben ganz anders ist als im jetzigen Leben. Erstens gibt es keine Gegenwart und zweitens dauert die Zeit auch nicht. Unterstellt man, dass die materielle Welt kein Ende hat, so kann man anschaulich sagen: Im neuen Leben passiert unendlich viel und alles passiert zur gleichen Zeit. Es gibt keine Gegenwart, es gibt keine Vergangenheit und es gibt auch keine Zukunft. Das kann man sich allerdings nur sehr schwer vorstellen. Aber so ist die Ewigkeit nun einmal.

Eine kleine Randbemerkung: Bislang war es ja so, dass Atheisten nicht an ein Leben nach dem Tod glauben konnten. Denn bislang war das ja untrennbar mit der Existenz Gottes verbunden. Aber ich habe das neue Leben nach dem Tod diskutiert und der Ausdruck „Gott“ ist nicht vorgekommen. Das liegt daran, dass sich alles aus der Quantenphysik ergibt. Zwar ist das neue Leben nach dem Tod nicht 100 % sicher, es ist aber sehr wahrscheinlich. Daher kann man auf jeden Fall an ein Leben nach dem Tod glauben. Und das mit großer Zuversicht und jetzt auch als Atheist.