Der Sinn des Lebens

Die innere Welt stellt das perfekte Gedächtnis dar. Alles, was in der materiellen Welt passiert, auch die kleinste Kleinigkeit, wird in der inneren Welt archiviert und zwar für immer. Das zeigt, dass hinter der materiellen Welt eine Absicht stecken muss. Was die Existenz einer höheren Wirklichkeit bedeutet. Die kann man Gott nennen.

Was aber ist die Absicht Gottes?

Schauen wir uns die materielle Welt an. Was ist das spektakulärste an ihr? Natürlich, dass auf mindestens einem Planeten Leben existiert. Wobei die Lebewesen, das wird für alle belebten Planeten gelten, eine Evolution durchgemacht haben. Insbesondere kam es zu immer komplexeren Lebewesen. Hier auf der Erde mit uns Menschen als dem bisherigen Höhepunkt.

Daher ist es doch naheliegend, dass die Absicht Gottes darin besteht, dass in der materiellen Welt immer komplexere Lebewesen entstehen.
Gott befindet sich zweifellos jenseits von Raum und Materie. Er befindet sich also in der inneren Welt. In der ist alles miteinander verbunden. Während des irdischen Lebens erzeugt jedes Lebewesen einen inneren Körper in der inneren Welt. Er umfasst alles, was im Lebewesen während des irdischen Lebens passiert. Nach dem Tod wird der innere Körper ein Bestandteil der inneren Welt und ist dort mit allem verbunden. Auch mit Gott, das ist seine Absicht.

Gott ist natürlich der Schöpfer der materiellen Welt. Um seine Absicht zu realisieren. Wahrscheinlich ist die heutige Sicht der Physiker zutreffend, dass die materielle Welt aus einer Quantenfluktuation aus dem Nichts entstanden ist. Aber das Nichts war kein völliges Nichts, denn es muss ja die physikalischen Gesetze für die Quantenfluktuation gegeben haben. Die kamen von Gott. Er hat aber noch mehr getan. Er hat auch für die Feinabstimmung der Naturkonstanten gesorgt, damit Leben in der materiellen Welt entstehen konnte. Auch das war noch nicht alles. Er hat auch den Informationsaustausch zwischen der materiellen und der inneren Welt bewirkt. Damit alles Leben in der materiellen Welt nach dem Tod ein ewiges Leben in der inneren Welt bekommt und dort mit Gott verbunden ist.

Der Informationsaustausch zwischen der materiellen und der inneren Welt hat noch eine weitere Konsequenz. Er führt auch dazu, dass es in der materiellen Welt zwangsläufig (!) zu immer komplexeren Lebewesen kommt. Denn der Informationsaustausch bewirkt, dass jede irgendwo in der materiellen Welt gefundene Neuerung der gesamten materiellen Welt zugänglich gemacht wird. Was die Evolutionsgeschwindigkeit dramatisch erhöht und auch eigentlich völlig unwahrscheinliche neue Merkmale bei Lebewesen möglich macht. Was zu immer höherer Komplexität führt.

Warum aber benötigt Gott die materielle Welt? Kann er nicht die gewünschten immer komplexeren Lebewesen direkt in der inneren Welt erzeugen? Offensichtlich kann er das nicht, denn die innere Welt kann aus sich heraus nichts Neues bewirken. Das gelingt nur über den Umweg der materiellen Welt.

Was also ist der Sinn unseres Lebens? Fangen wir mit unserem irdischen Leben an. Das dient dazu, unseren inneren Körper für unsere Verbindung mit Gott zu schaffen. Der Sinn unseres Lebens nach dem Tod ist dann die Verbindung mit Gott. Was das bedeutet, können wir uns allerdings nicht vorstellen.