Die Begründung für das Leben nach dem Tod

Zunächst habe ich mich überhaupt nicht mit dem Leben nach dem Tod beschäftigt. Ich wollte vielmehr eine Erklärung für unser Bewusstsein finden. Wobei ich mir erst einmal die Frage stellte, warum das bislang auch nicht ansatzweise gelungen ist. Für mich war die Antwort klar: Unser materielles Weltbild ist unvollständig. Es gibt noch mehr als die materielle Welt aus Materie und Energie, eingebettet in Raum und Zeit.

Wie aber muss das materielle Weltbild ergänzt werden? Danach begann ich zu suchen und landete bei der Quantenphysik, genauer gesagt beim völlig mysteriösen Phänomen der Verschränkung. Zwei verschränkte Objekte können sich augenblicklich beeinflussen, auch wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind. Das ist nur so zu deuten, dass die verschränkten Objekte noch irgendwie miteinander verbunden sind. In der materiellen Welt ist diese Verbindung nicht möglich, das ist klar. Es kann sie nur in einer Welt losgelöst vom Raum geben, in einer geistigen Welt.

Für die bisherige Physik ist diese geistige Welt die Welt der Mathematik. Aber diese Sicht ist nicht zufriedenstellend, denn die Mathematik ist zu abstrakt, also zu weit abgehoben von der materiellen Welt. Es muss daher noch eine andere geistige Welt geben. Eine, die mit der materiellen Welt aufs Engste verbunden ist. Ich nenne sie die innere Welt. Die Verbundenheit zwischen ihr und der materiellen Welt zeigt sich darin, dass zwischen beiden Welten ein extrem intensiver Informationsaustausch herrscht. Der in beide Richtungen geht. Nur damit lässt sich die Verschränkung wirklich erklären. Denn mittels des Informationsaustauschs können beliebig große Entfernungen augenblicklich überbrückt werden.

Den Informationsaustausch gibt es auch bei uns Menschen. Bewirkt wird er von der Aktivität im materiellen Körper. Der Informationsaustausch geht vom materiellen Körper hin zur inneren Welt und umgekehrt. Der Informationsaustausch hin zur inneren Welt führt zur Erzeugung eines Körpers in ihr. Er besteht aus den Abbildern aller materiellen Körper, die wir im Laufe des irdischen Lebens haben. Von der befruchteten Eizelle bis zum Tod. Der Körper in der inneren Welt ist wie alles in ihr unvergänglich. Man kann ihn daher als das bezeichnen, dessen Existenz die Menschheit schon immer vermutet hat, nämlich als unsere Seele. Oder ihn unser unsterbliches „Ich“ nennen.

Was bewirkt der umgekehrte Informationsaustausch? Also der von der inneren Welt hin zum materiellen Körper. Er führt dazu, dass im ganzen materiellen Körper ständig Information aus der inneren Welt auftaucht. Genauer gesagt ist es Information aus dem unvergänglichen Körper. Das erzeugt Bewusstsein. Wobei das Gehirn eine Besonderheit aufweist. Denn es verstärkt und strukturiert die in ihm auftauchende Information, daher dominiert sie im Bewusstsein.

So hatte ich mein ursprüngliches Ziel erreicht, die Erklärung für unser Bewusstsein. Das ist aber noch nicht alles.

Denn der unvergängliche Körper überdauert den Tod. Und die Erklärung des Bewusstseins zeigt, dass die innere Welt reines Bewusstsein darstellt. Allerdings merken wir während des irdischen Lebens nichts von diesem Bewusstsein. Denn die Aktivität des materiellen Körpers bewirkt, dass der unvergängliche Körper aufgrund des Informationsaustauschs an ihn gebunden ist. Das ändert sich radikal mit dem Tod. Dann hört die Aktivität auf, unser unvergänglicher Körper, unser „Ich“, löst sich vom materiellen Körper und schließt sich dem Bewusstsein der inneren Welt an. Damit startet das neue Leben nach dem Tod.