Warum es nicht nur die materielle Welt gibt

Wie auf der Startseite erläutert, hatte ich mir vor ein paar Jahren ein Ziel gesetzt, die Erklärung des Bewusstseins. Ein durchaus hochgestecktes Ziel. Wobei zumindest der Weg von Anfang an für mich klar war. Unser materielles Weltbild ist unvollständig, das verhinderte bislang die Erklärung des Bewusstseins. Die Lösung der beiden großen Probleme der Quantenphysik, das Messproblem und das Phänomen der Verschränkung, sollten mir die Ergänzung des materiellen Weltbilds und damit den Schlüssel zum Bewusstsein liefern.

Ich betrachtete zunächst die Verschränkung, das seltsamste Phänomen überhaupt. Denn zwei verschränkte Objekte können sich augenblicklich beeinflussen, auch wenn sie viele Lichtjahre voneinander entfernt sind. Eine Erklärung gab es bislang nicht. Wobei klar sein sollte, dass die beiden verschränkten Objekte trotz großer räumlicher Distanz miteinander verbunden sind. Das zeigt doch deutlich, dass es eine „geistige“ Welt losgelöst von Raum und Materie geben muss. Denn eine derartige Verbindung ist nur mittels einer solchen Welt möglich. Die entscheidende Frage war, wie die Beziehung zwischen der geistigen, die ich die innere Welt nenne, und der materiellen Welt aussieht. Es gelang mir, das zu klären. Was das Problem der Verschränkung löst, wie ich jetzt erläutern werde.

Schauen wir uns hierzu zwei Quantenobjekte A und B an, die beide in einem Superpositionszustand aus schwarz und weiß sind (selbstverständlich gibt es in der Quantenwelt keine echten Farben, sie stehen für abstrakte Eigenschaften). A und B vereinigen sich und bilden ein neues zusammengesetztes Quantenobjekt, nennen wir es AB. Die Besonderheit von AB ist, dass es nur die Farbe grau haben kann. Daher gibt es für AB nur zwei mögliche Zustände: A = schwarz und B = weiß oder umgekehrt. Im Moment seiner Bildung ist AB noch nicht in einem Superpositionszustand, sondern in einem einzigen Zustand. Also in einem der beiden möglichen Zustände. Das bleibt aber nicht so, AB geht in einen Superpositionszustand aus den beiden möglichen Zuständen über. Jetzt kommt meine entscheidende Überlegung: Dieser Superpositionszustand wird von der inneren Welt erzeugt! Das geschieht so: Im Moment seiner Bildung wird von AB ein Abbild aus reiner Information in der inneren Welt erzeugt. Daher stellt das Abbild einen einzigen Zustand dar, beispielsweise A = schwarz und B = weiß. Aber das ist nicht alles. Denn alle in der inneren Welt vorhandenen und passenden Abbilder vereinigen sich mit dem neuen Abbild. Darunter sind auch Abbilder mit dem anderen möglichen Zustand. Diese vereinigten Abbilder stellen daher einen Superpositionszustand aus den beiden möglichen Zuständen dar. Das hat Auswirkungen auf AB, denn der Superpositionszustand der vereinigten Abbilder wird auf AB übertragen. AB befindet sich daher dann auch in einem Superpositionszustand aus den beiden möglichen Zuständen.

Jetzt werden A und B getrennt. Wenn A und B einige Lichtjahre voneinander entfernt sind, wird die Farbe von A bestimmt. Das ist eine Messung und eine einzige Farbe bleibt daher übrig, entweder schwarz oder weiß. Die Verschränkung bewirkt, dass B augenblicklich die andere Farbe annimmt. Woher aber kann B „wissen“, welche Farbe bei A nach der Messung übriggeblieben ist? Das ist das große Rätsel.

Die innere Welt ist überall, daher sind die vereinigten Abbilder von AB überall. Sowohl bei A, als auch bei B. Das liefert die Lösung, denn mittels der Abbilder können beliebige Distanzen überbrückt werden. Die Messung von A bewirkt, dass alle Abbilder, die nicht mit der gemessenen Farbe von A übereinstimmen, nicht mehr passen. Weil sie keine möglichen Zustände mehr sind. Das bedeutet, dass in den vereinigten Abbildern nur diejenigen Abbilder übrigbleiben, bei denen B die andere Farbe als die bei A gemessene aufweist. Die derart veränderten vereinigten Abbilder sind auch bei B vorhanden. Dadurch wird B verändert. Es bekommt eine eindeutige Farbe, und zwar die andere als die bei A gemessene.

Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle und die innere Welt miteinander verbunden sind. Es kommt bei der Neubildung von AB zu einem Informationsaustausch zwischen ihnen, der in beide Richtungen geht. Erstens wird von AB ein Abbild aus reiner Information erzeugt und in der inneren Welt für immer archiviert, das ist der Informationsaustausch von der materiellen hin zur inneren Welt. Zweitens vereinigen sich alle passenden Abbilder mit dem Abbild von AB und das erzeugt seinen Superpositionszustand. Was einen Informationsaustausch von der inneren hin zur materiellen Welt bedeutet. Diesen Informationsaustausch gibt es nicht nur bei der Neubildung von AB, sondern bei allen sich neu bildenden zusammengesetzten Objekten. Ihre Superpositionszustände werden von der inneren Welt erzeugt.

Im nächsten Schritt schaute ich mir das Messproblem an. Und erkannte schnell das völlig Erstaunliche: Der Informationsaustausch zwischen der materiellen und der inneren Welt löst auch das Messproblem.

Betrachten wir hierzu ein sich neu bildendes Wasserstoffatom. Das geschieht genau dann, wenn ein Elektron von einem Proton eingefangen wird. So wie bei AB wird genau im Moment seiner Bildung vom Wasserstoffatom ein Abbild in der inneren Welt erzeugt. Wobei im Moment der Bildung sich das Elektron des Wasserstoffatoms an einem einzigen Ort befindet. Es ist im Moment der Bildung bezüglich seiner Orte daher nicht in einem Superpositionszustand, sondern in einem einzigen Zustand. Entsprechend stellt das erzeugte Abbild einen einzigen Ortszustand dar. Wie aber kommt es zum Superpositionszustand des Elektrons bezüglich seiner Orte? Er wird von der inneren Welt erzeugt!

Denn es existieren in ihr die Abbilder von allen Wasserstoffatomen, die sich irgendwann, irgendwo neu gebildet haben. So wie bei AB vereinigen sich alle diese vorhandenen und passenden Abbilder mit dem neu erzeugten Abbild. Was dazu führt, dass das sich neu bildende Wasserstoffatom die Zustände aller dieser Abbilder annimmt. So entsteht der Superpositionszustand des Elektrons bezüglich seiner Orte.

Die mittels der inneren Welt erzeugten Superpositionszustände sind anders als die der herkömmlichen Quantenphysik. Sie enthalten nur diejenigen Zustände, die es bereits irgendwann, irgendwo in der materiellen Welt gegeben hat. Bei allen Atomen und kleineren Molekülen macht das heute keinen messbaren Unterschied mehr. Weil es sie bereits in gigantischer Zahl gegeben hat. Entsprechend gigantisch ist daher die Menge der Abbilder in der inneren Welt. Was die mit ihnen erzeugten Superpositionszustände derart umfangreich macht, dass sie von denen der herkömmlichen Quantenphysik experimentell nicht zu unterscheiden sind. Das ist wichtig, denn bei allen Atomen und kleineren Molekülen stimmt die herkömmliche Quantenphysik hervorragend mit der Realität überein. Je größer aber ein Molekül, desto größer die Unterschiede in den Superpositionszuständen. Das ist kein Nachteil, sondern es löst, wie ich jetzt erläutern werde, das Messproblem.

Beobachtet man ein Quantenobjekt mittels eines Messgerätes, dann sollte es sich gemäß der herkömmlichen Quantenphysik auch in einem Superpositionszustand befinden. Das tut es aber nicht und das ist das Messproblem. Bislang konnte keine plausible Lösung präsentiert werden. Die Erzeugung der Superpositionszustände mittels der passenden Abbilder aus der inneren Welt löst das Messproblem auf elegante Art und Weise. Denn Messgeräte sind stets einmalig im Universum. Daher enthält die innere Welt keine passenden Abbilder. Da aber die Superpositionszustände von ihnen erzeugt werden, können Messgeräte sich folglich nie in Superpositionszuständen befinden. Das gilt genauso für alle anderen großen Objekte um uns herum. Darum merken wir nichts von der seltsamen Quantenwelt.

Noch eine wichtige Anmerkung zur inneren Welt: Alle Objekte der materiellen Welt, alle Atome, Moleküle und auch alle makroskopischen Objekte, setzen sich aus den gleichen Elementarteilchen zusammen. Das sind das Elektron, das Up- und das Down-Quark (wir ignorieren exotische Objekte aus anderen Elementarteilchen). Entsprechend setzen sich die Abbilder aller Objekte aus den immer gleichen Abbildern dieser drei Elementarteilchen zusammen. Was die Abbilder aller Objekte miteinander verbindet. Daher gibt es in der inneren Welt keine Trennung.