Die Lösung für das Leib-Seele-Problem

Bestehen wir nur aus dem Leib, also dem materiellen Körper? Oder haben wir auch noch eine Seele, die ganz anders ist als der materielle Körper? Das ist das Leib-Seele-Problem. Statt von der Seele, spricht man auch sehr oft vom Geist. Und der Begriff „Geist“ scheint austauschbar mit dem Begriff „Bewusstsein“ zu sein.

Heute tendieren die meisten Naturwissenschaftler und auch die meisten Philosophen zum sogenannten Monismus. Der besagt, dass es nur die Materie gibt. Wir bestehen also nur aus unserem materiellen Körper. Unser Geist (bzw. unser Bewusstsein) entsteht somit voll und ganz aus der Aktivität des Gehirns. Der Monismus hat allerdings ein großes Problem. Er kann nämlich auch nicht ansatzweise erklären, wie es zum mit dem Bewusstsein verbundenen Erleben kommt. Wie also aus der Aktivität des Gehirns beispielsweise das Erleben des Rots eines Sonnenuntergangs entsteht.

Die Alternative zum Monismus ist der Dualismus. Er geht auf Descartes (1596–1650) zurück, der sehr vielseitig war. Er war Jurist, Mathematiker, Physiker und Philosoph. Aber auch Soldat im Dreißigjährigen Krieg. Descartes jedenfalls sagte, dass Geist und Materie zwei völlig verschiedene Dinge sind. Die Materie ist räumlich ausgedehnt, der Geist ist es nicht. Wobei auch der Dualismus ein großes Problem hat. Er kann nämlich nicht erklären, wie der Geist mit der Materie wechselwirkt. So wie das offensichtlich im Gehirn geschieht.

Die innere Welt zeigt, dass der Dualismus stimmt. Gleichzeitig beseitigt sie auch das große Problem des Dualismus. Die innere Welt kann nämlich erklären, wie der Geist mit der Materie wechselwirkt. Den Geist kann man mit der inneren Welt identifizieren. Der Geist ist also räumlich nicht ausgedehnt, ganz so wie es Descartes sagte. Daher ist der Geist völlig anders als die Materie. Und wie der Geist mit der Materie wechselwirkt, beschreibe ich ja ausführlich auf dieser Website. Hier eine kurze Zusammenfassung: Die Wechselwirkung zwischen Geist und Materie ist keine energetische Wechselwirkung. Sie stellt vielmehr einen Informationsaustausch dar. Zu diesem Informationsaustausch kommt es bei jeder Neubildung eines Atoms oder Moleküls. Es passiert dann zweierlei. Erstens wird in der inneren Welt ein Abbild aus reiner Information des sich neu bildenden Atoms oder Moleküls erzeugt. Zweitens tauchen alle bereits in der inneren Welt vorhandenen und passenden Abbilder am Ort des sich neu bildenden Atoms oder Moleküls auf und erzeugen seine Superpositionszustände. Dadurch wird es stabilisiert.

Aber die unserem Gehirn auftauchenden Abbilder aus der inneren Welt erzeugen nicht nur die Superpositionszustände der sich im Gehirn neu bildenden Moleküle, sie erzeugen auch unser Bewusstsein. Wobei unser Gehirn eine wichtige Rolle spielt. Ich will es so formulieren: Der Geist (= innere Welt) liefert die Bausteine (in Form der Abbilder) für unser Bewusstsein und das Gehirn setzt sie zusammen. Das Gehirn sorgt also für die Inhalte unseres Bewusstseins, auch wenn es letztlich aus der inneren Welt kommt. Das muss auch so sein, da man ja eine enge Korrelation zwischen der Gehirnaktivität und den Inhalten des Bewusstseins beobachtet.

Was ist unsere Seele? Das ist klar, unsere Seele ist unser innerer Körper. Den gab es allerdings nicht schon vor unserer Zeugung, der wurde erst im Laufe unseres Lebens von unserem materiellen Körper geschaffen. Unser innerer Körper stellt unser „Ich“ dar. Er überdauert unseren Tod, so wie man es ja auch von der Seele annimmt. Tatsächlich ist unsere Seele (= innerer Körper) während unseres irdischen Lebens in unserem materiellen Körper aufgrund seiner Aktivität gefangen. Mit unserem Tod hört die Aktivität unseres materiellen Körpers auf. Das befreit die Seele, sie befindet sich dann voll und ganz in der inneren Welt und wird dann Teil des Bewusstseins der inneren Welt. Das führt zu unserem neuen ewigen Leben nach dem Tod.