Warum die Realität aus drei Welten besteht

Warum sollte die Realität aus drei Welten bestehen? Warum genügen nicht die materielle Welt und die Welt der Mathematik? Normalerweise gilt doch in der Physik das Gesetz der Sparsamkeit (Ockhams Rasiermesser). Ok, die innere Welt kann das Messproblem lösen. Aber möglicherweise findet sich ja bald eine ganz andere Lösung des Messproblems, die die innere Welt nicht benötigt. Gleiches gilt für unser Bewusstsein. Das kann zwar durch die innere Welt erklärt werden, aber möglicherweise wird irgendwann eine andere Erklärung gefunden, ohne die innere Welt.

Für die Naturwissenschaften ist alles reiner Zufall. Aber wie ich auf der Seite „Warum Gott vermutlich existiert“ erläutere, ist der Zufall keineswegs schlüssig begründbar. Es könnte genauso gut eine Absicht hinter dem Universum stecken. Wenn das so wäre, worin könnte die Absicht bestehen? Schauen wir uns unsere Erde an. Was ist ihr entscheidendes Merkmal? Ganz klar, sie hat immer komplexere Lebewesen hervorgebracht, bis hin zu uns Menschen als dem bisherigen Höhepunkt. Also können wir davon ausgehen, dass die Absicht darin besteht, immer komplexere Lebewesen zu erzeugen. Und genau hierzu wird die innere Welt benötigt (Mehr dazu steht auf der Seite „Evolution 2.0“).

Wir haben also drei Hinweise auf die Existenz der inneren Welt. Jeder Hinweis alleine ist zwar noch nicht überzeugend. Aber die drei Hinweise zusammen, zumal sie aus ganz verschiedenen Bereichen kommen, machen es doch äußerst plausibel, dass die innere Welt existiert. Auch wenn es die Realität nicht einfacher, sondern komplexer macht.