Warum es uns Menschen gibt

Unser Sonnensystem inklusive der Erde entstand vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Anfangs war die Erde noch extrem heiß, aber kaum hatte sie sich soweit abgekühlt, dass Leben möglich wurde, war es auch schon da. Das geschah vor 3,5 – 3,8 Milliarden Jahren. Leben ist extrem komplex, das galt bereits für das allererste Lebewesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zufällig entstanden ist, war dadurch absurd gering. Trotzdem war es schnell da. Das lässt sich nur damit erklärt werden, dass die absurd geringe Wahrscheinlichkeit drastisch erhöht wurde. Was konnte das bewirkt haben? Lotto liefert einen Hinweis. Die Wahrscheinlichkeit für sechs Richtige ist äußerst gering. Würde nur ein einziger Lotto spielen, gäbe es nie (vom unglaublichen Zufall abgesehen) sechs Richtige. Es spielen aber jede Woche viele Millionen, dann sind immer welche dabei, die sechs Richtige haben.

Das übertragen wir auf die Suche nach Leben. Es gilt mittlerweile als sicher, dass es im Universum von für Leben geeigneten Planeten nur so wimmelt. Schon das sichtbare Universum umfasst 100 Milliarden Galaxien mit je 100 Milliarden Sternen. Da bislang nichts gefunden wurde, durch das sich unsere Sonne auszeichnet, werden alle ihr ähnlichen Sterne erdähnliche und damit für Leben geeignete Planeten besitzen.

Die ersten Sterne sind etwa 100 Millionen Jahre nach dem Urknall (der geschah vor etwa 14 Milliarden Jahren) entstanden. Sie hatten aber noch keine erdähnlichen Planeten, da die schweren Elemente, aus denen die Erde besteht, erst von den Ur-Sternen ausgebrütet werden mussten. Der Anteil schwerer Elemente und damit die Wahrscheinlichkeit für erdähnliche Planeten wuchsen dann kontinuierlich an. Vor etwa 10 Milliarden Jahren war unser Universum daher zweifellos voller erdähnlicher Planeten.

Bereits 5,5 Milliarden Jahre vor der Entstehung der Erde hat eine unermessliche Zahl von erdähnlichen Planeten im Universum nach Leben gesucht. Dadurch wurde die absurd geringe Wahrscheinlichkeit für die zufällige Entstehung von Leben zu einer realistischen Wahrscheinlichkeit. Auf irgendeinem Planeten im Universum wurde daher irgendwann das erste Lebewesen gefunden. Nennen wir es das Ur-Lebewesen. Es wird lange vor der Entstehung der Erde gefunden worden sein. Vermutlich einige Milliarden Jahre davor.

Wie aber entstand das Leben auf die Erde? Und warum so schnell? Hier kommen die innere Welt und der Informationsaustausch zwischen ihr und der materiellen Welt ins Spiel. Alles über das Ur-Lebewesen wurde als reine Information in der inneren Welt archiviert. Und das, was sie enthält, ist überall im Universum verfügbar. Das erhöhte auf allen für Leben geeigneten Planeten dramatisch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Leben. Auch auf der Erde. Deshalb ist das irdische Leben, in Form des Ur-Lebewesens, so schnell entstanden.

Das Ur-Lebewesen hat sich auf der Erde weiterentwickelt. Es fand Evolution statt. Beschrieben wird das von der Evolutionstheorie. Sie wurde von Charles Darwin begründet und lässt sich mit den zwei Worten „Variation“ und „Selektion“ zusammenfassen. Die Gene eines Lebewesens bestimmen sein Aussehen und sein Verhalten. Gene können sich durch Mutationen verändern. Daher sind nicht alle Lebewesen einer Art genau gleich. Es gibt vielmehr „Variation“. Sie führt dazu, dass die Lebewesen einer Art unterschiedliche Überlebenschancen haben. Dies hat Auswirkungen auf die Zahl der Nachkommen. Entscheidend ist, dass das, was die Variation ausmacht, also die Unterschiede in den Genen, an die Nachkommen vererbt wird. Was dazu führt, dass Lebewesen mit besseren Überlebenschancen schließlich innerhalb der Art dominieren. Das ist die „Selektion“. Wobei es immer weiter geht, es gibt stets neue Mutationen und dadurch neue Variation und Selektion. Damit kann erklärt werden, warum sich Arten verändern. Es soll aber auch erklären, wie es zu neuen Arten kommt. Allerdings gibt es beim Letzteren jetzt ein großes Problem.

Für neue Arten sind neue Gene notwendig. Gemäß der Evolutionstheorie entstehen neue Gene immer nur langsam in vielen kleinen Schritten aus bereits vorhandenen Genen. Es muss daher stets eine große Anzahl von Zwischenformen geben. Was dazu führt, dass die Gene Familien bilden. Das entscheidende Merkmal der Evolutionstheorie besteht deshalb darin, dass sich jedes Gen immer einer Genfamilie zugeordnet lässt. In den letzten Jahren wurden sehr viele Genome sequenziert, und da gab es eine böse Überraschung. Denn etwa 20 bis 30 % aller Gene konnten keiner Genfamilie zugeordnet werden. Man nennt sie daher Waisengene. Das widerspricht völlig der Evolutionstheorie, denn es bedeutet, dass sie plötzlich entstanden sind. Wie lässt sich das erklären? Mit dem Eingreifen Gottes, wie es die Vertreter des „Intelligenten Designs“ annehmen? Es gibt noch eine andere Erklärung.

Die Waisengene lassen sich mit der inneren Welt erklären. Schauen wir uns hierfür jetzt nicht nur die irdische Evolutionsgeschichte, sondern die aller belebten Planeten an. Denn das irgendwann im Universum gefundene Ur-Lebewesen tauchte mittels der inneren Welt nicht nur auf der Erde, sondern auf allen für Leben geeigneten Planeten auf. Auf jedem von ihnen gab es Evolution. Es entstanden neue Gene, die zu veränderten Lebewesen führten. Und zwar gemäß der Evolutionstheorie in vielen kleinen Schritten. Der entscheidende Punkt: Die neuen Gene wurden in der inneren Welt als reine Information archiviert. Was die Wahrscheinlichkeit für ihr Auftauchen universumweit drastisch erhöhte.

Es gab aber ein Problem, denn sie konnten bei den Lebewesen auf anderen Planeten nicht direkt in die molekularen Abläufe integriert werden. So begann ein Wettlauf mit der Zeit. Die meisten Gene verloren ihn, denn Mutationen verstümmelten sie, bevor sie integriert wurden. Nicht selten aber gelang ihre Integration. Das bedeutete neue Gene, die scheinbar plötzlich auftauchten. Das geschah auch auf der Erde, was die Erklärung für die Waisengene liefert. Wobei es keinen Widerspruch zur Evolutionstheorie gibt. Denn alle Waisengene wurden in vielen kleinen Schritten entwickelt, nur eben auf anderen Planeten.

Ein typisches und schwerwiegendes Argument gegen die Evolutionstheorie ist das der irreduziblen Komplexität. Neue komplexere Lebewesen zeichneten sich dadurch aus, dass sie neue Merkmale hatten, wie zum Beispiel lichtempfindliche Zellen. Ein neues Merkmal benötigte aber immer mehrere neue Gene, und jedes einzelne dieser Gene war alleine wertlos. Nur zusammen waren sie sinnvoll. Das verlangte die schnelle und gleichzeitige Entstehung mehrerer neuer Gene. Mittels vieler kleiner Mutationen, so wie es die Evolutionstheorie vorschreibt, war das völlig unmöglich. Mittels des von der inneren Welt bewirkten interplanetaren Genaustauschs war es aber möglich. Denn es konnten ja mehrere Gene von anderen Planeten nahezu gleichzeitig auftauchen und einen neuen biochemischen Prozess bewirken. Die Wahrscheinlichkeit hierfür war zwar sehr gering, es war aber nicht, wie gemäß der Evolutionstheorie, völlig unmöglich. Tatsächlich sind neue Merkmale ja ein eher seltenes Phänomen in der irdischen Evolutionsgeschichte gewesen. Aber es gab sie und sie führten zwangsläufig zu immer komplexeren Lebewesen bis hin zu uns Menschen.