Warum Gott vermutlich existiert

Die Naturwissenschaften kennen nur den Zufall. Für sie ist das Universum völlig zufällig entstanden und auch wir Menschen sind ein Produkt des Zufalls.

Es gibt aber für den Zufall ein Riesenproblem, das ist die sogenannte Feinabstimmung der Naturkonstanten. Die Eigenschaften unseres Universums sind nämlich haarscharf auf die Entstehung des Kohlenstoffs, der Basis allen Lebens, abgestimmt. Das sieht nach Absicht aus. Aber die Physik versucht den Zufall dadurch zu retten, indem sie sagt, dass nicht nur ein einziges Universum, sondern ein Multiversum bestehend aus einer riesigen Zahl von Universen existiert. Alle diese Universen gehorchen jeweils anderen physikalischen Gesetzen und weisen daher unterschiedliche Eigenschaften auf. Dann gibt es auch ein paar Universen, unseres gehört natürlich dazu, mit den genau richtigen Eigenschaften für die Entstehung des Kohlenstoffs. Und das ganz ohne Absicht.

Allerdings hat das Multiversum einen grundsätzlichen Schwachpunkt. Ganz abgesehen davon, dass es eher nach einer Notlösung aussieht, um den Zufall zu retten. Der Schwachpunkt besteht darin, dass kein Auswahlmechanismus bekannt ist, der den einzelnen Universen bestimmte physikalische Gesetze „zuteilt“. Ohne diesen Auswahlmechanismus aber ist das Multiversum wertlos.

Solange keine Erklärung für den Zufall gefunden wird, stellt die Absicht somit die zumindest gleichwertige Alternative dar. Tatsächlich ist sie jetzt sogar die bessere Alternative, denn die innere Welt liefert ein plausibles Szenario für die Absicht.

So sieht das Szenario aus:

Die Absicht bedeutet, dass eine höhere Wirklichkeit existiert. Nennen wir sie Gott. Er existiert zweifellos jenseits von Raum, Zeit und Materie. Er befindet sich daher in der inneren Welt. Aus ihr heraus hat er die materielle Welt geschaffen, damit sie immer komplexere Lebewesen hervorbringt. Dafür wurden die richtigen Naturkonstanten für die Entstehung des Kohlenstoffs der materiellen Welt in die Wiege gelegt. Und dafür gibt es den Informationsaustausch zwischen der materiellen und der inneren Welt. Denn der führt dazu, dass die materielle Welt zwangsläufig immer komplexere Lebewesen hervorbringt (das erläutere ich auf der Seite „Warum es uns Menschen gibt“). Die ein vergängliches Leben in der materiellen Welt und ein ewiges Leben in der inneren Welt haben. Dort ist alles miteinander verbunden, daher sind dort alle Lebewesen auch mit Gott verbunden. Das ist die Absicht Gottes.