Zusammenfassung

Vor einigen Jahren begann ich mich mit dem Bewusstsein zu beschäftigen. Der vielversprechendste Lösungsansatz für seine Erklärung schien mir der sogenannte Zwei-Aspekte-Monismus zu sein. Er basiert auf zwei Annahmen: Alle Elementarteilchen, Atome und Moleküle haben neben ihren physikalischen Eigenschaften auch noch eine innere Natur und genau aus ihr geht das Bewusstsein hervor. Ich musste zwei Probleme lösen. Erstens war die Existenz der inneren Naturen bislang spekulativ. Zweitens war völlig unklar, wie aus ihnen unser einheitliches und strukturiertes menschliches Bewusstsein entsteht.

Die inneren Naturen wollte ich indirekt nachweisen, indem ich mit ihnen ein fundamentales Rätsel löse. Das sollte das aus der Quantenphysik kommende absolut mysteriöse Phänomen der Verschränkung sein. Zwei verschränkte Objekte können sich augenblicklich beeinflussen, auch wenn sie viele Lichtjahre voneinander entfernt sind. Das entzog sich bislang jeder Erklärung, aber es ist doch klar, dass die beiden Objekte irgendwie noch miteinander verbunden sind. In der „normalen“ räumlichen Welt ist das zweifellos nicht der Fall, in einer Welt losgelöst vom Raum ist das aber sehr wohl möglich. Daher drängte sich mir die folgende Idee geradezu auf: Die inneren Naturen befinden sich nicht in der räumlichen Welt, sondern in einer Welt losgelöst vom Raum, die ich die innere Welt nenne. Ganz wichtig: Die physikalischen Eigenschaften gehen aus den inneren Naturen hervor. Oder anders ausgedrückt: Alle Information über ein Elementarteilchen, Atom oder Molekül steckt in seiner inneren Natur. Die räumliche und die innere Welt sind also aufs Engste miteinander verbunden. Damit lässt sich das Rätsel der Verschränkung lösen. Und es zeigt, wie das menschliche Bewusstsein entsteht.

Die Moleküle, aus denen unser Körper besteht, bilden ein Netzwerk, können also anschaulich gesprochen als ein einziges gigantisches Molekül betrachtet werden. Daher haben wir auch nur eine einzige innere Natur. Sie ist wie alles in der inneren Welt unvergänglich. Denn die innere Welt ist nicht nur losgelöst vom Raum, sondern auch von der Zeit. Da die gesamte Information über den Körper in seiner inneren Natur steckt, lässt er sich aus ihr rekonstruieren und das beliebig lange nach dem Tod. Hierzu stelle ich zwei unterschiedliche Szenarien vor. Eines, das insbesondere allen Christen gefallen wird, und eines, mit dem sich auch Atheisten anfreunden können.